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  • maya wenth

Warum erzähle ich so gerne Geschichten?

Aktualisiert: Jan 4

Meine Geschichte übers Geschichtenerzählen




Seit 25 Jahren erlebe ich das Geschichten erzählen als besondere Zeit für Kinder und Erwachsene. Es ergibt sich eine vertraute, entspannte gemeinsame Zeit, die sehr viel Spaß macht, die Phantasie beflügelt und ganz nebenbei auch beim Geschichten schreiben und für Lösungsideen bei Problemen im eigenen Leben hilft.

Ehemalige Schüler*innen haben mir, als sie schon erwachsen waren rückgemeldet, dass die Geschichten eines der wichtigsten und schönsten Dinge in ihrer Schulzeit damals waren.

Und sie konnten sich an Geschichten noch im Detail erinnern, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie jemals erzählt hatte.

Da wurde mir einmal mehr bewusst, welch großen Stellenwert Geschichten für Kinder auch heute noch im digitalen Zeitalter haben.

Meine Erfahrungen mit vielen Menschen zu teilen ist mir ein Herzensanliegen.

Sehr wichtig ist mir beim Zusammensein mit anderen Menschen die Qualität, „wie“ unsere Begegnungen verlaufen.

Die Basis für gute Kommunikation und gelingende Beziehungen ist, dass ich mich selbst gut kenne und spüre.

Wenn wir Kindern ermöglichen wollen, dass sie ihre Gefühle kennen und auch mit anderen gut kommunizieren können, sind wir zuallererst Vorbild.

Im Schulalltag ergeben sich dann automatisch viele Möglichkeiten diese essentiellen Themen miteinzubeziehen.

Eine davon ist das Erzählen von Geschichten, wo aktuelle Themen auf spannende und lustige Art aufgegriffen werden können.


Das Kennenlernen der Eigenarten verschiedener Kulturen ist wichtig, genauso essentiell erscheinen mir die Verwandtschaften zwischen ihnen.

Was verbindet uns unter allem Trennenden?

Gibt es nicht universelle Themen, die alle Menschen gemeinsam haben, egal wo und wie sie leben?

Welche Geschichten haben unsere Ahnen sich erzählt, als sie abends noch gemeinsam am Feuer saßen?

Geschichten begleiten die Menschheit schon sehr lange, sie lehrten, unterhielten und schufen Gemeinschaft lange bevor es Häuser, Städte oder Schulen gab.


Hoffnung und Mut können uns Geschichten von Menschen machen, die sich in schwierigen Situationen getraut haben über sich hinauszuwachsen, ob sie nun wirklich gelebt haben oder erfunden sind, sie bereichern unser eigenes Leben und zeigen Möglichkeiten auf.

Mit meinen Geschichten möchte ich auch gute Unterhaltung mit Sinn verbinden und ohne zu moralisieren mit den Erzählungen zum Nachdenken anregen.

Erzählen und Zuhören sind für mich ein Dialog, ein Miteinander.

Jede Erzählrunde ist anders, nie wird eine Geschichte gleich erzählt, auch die Zuhörenden reagieren immer verschieden.

Ich sehe mich also nicht hauptsächlich als Performerin auf einer Bühne, die ihr Programm abspielt, sondern eher als Gast, der mit anderen zusammensitzt, gerade von einer langen Reise kommt und etwas zu erzählen hat.

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